Einige Beispiele der vernetzten Betreuung des Patienten aus der täglichen Praxis:
Beispiel 1
Eine 36-jährige Patientin hat seit 2 Monaten starke Schmerzen und
Bewegungseinschränkungen bei der Kopfdrehung. Sie hat schon einige
Ärzte und Therapeuten aufgesucht; alle bisherigen Behandlungen brachten
nur vorübergehend Erfolg.
Sie sucht deshalb einen ganzheitlich orientierten Physiotherapeuten (Orthopäden)
auf, der die Patientin zur Störfeldsuche an einen ganzheitlich praktizierenden Zahnarzt überweist; als Ursache der Beschwerden wird ein entzündeter,
jedoch nicht schmerzender Zahn festgestellt. Nach der Behandlung dieses
Zahnes und dank einer schonenden orthopädischen
Begleit-Behandlung tritt nachhaltige Besserung ein.
Beispiel 2
Ein 5-jähriges Kind, vor der baldigen Einschulung stehend, ist bei der
ärztlichen Vorschuluntersuchung auffallend. Seine Sprache ist
undeutlich, seine Körperhaltung kraftlos. Der Arzt überweist das Kind
an den ganzheitlichen Zahnarzt.
In der Zusammenarbeit mit dem ganzheitlichen Physiotherapeuten (Orthopäden) ergibt
sich folgendes Bild: Die Wirbelsäule zeigt eine ungünstige Statik. Die
Kiefer haben sich ungenügend entwickelt. Die gesamten Muskeln, die das
Sprechen, Schlucken, Atmen und die allgemeine Kopf-Kieferentwicklung
steuern, sind kraftlos und müssen eine Nachentwicklung erfahren. Nur so
wird das gesamte Wachstum des Organismus positiv beeinflusst
Das Kind erhält eine frühkieferorthopädische Behandlung mit einfachen
myofunktionellen Geräten (Geräte, die die muskuläre Entwicklung
anregen) und begleitend dazu orthopädischen Behandlungen.
Nach der Therapie hat sich die Nasenatmung verbessert, die Sprache ist
klar und verständlich, die Zahn-, Mund- und Kiefer-Entwicklung ist dem
Alter entsprechend, die Wirbelsäule ist stabil und der Gang aufrecht;
ein Erfolg der vernetzten Therapie.
Beispiel 3
Ein 59-jähriger Patient ist mit seiner Kaufunktion nicht zufrieden. Er
hat Beschwerden beim Kauen, begleitet von Schmerzen, die in die
Ohrregion ausstrahlen und ein Spannungsgefühl im Schultergürtel.
Ein Besuch beim HNO-Arzt bringt keinen Befund zutage. Der Patient
wendet sich an einen Physiotherapeuten (Orthopäden) mit ganzheitlicher Erfahrung.
Dieser überweist Herrn W. zunächst zu einem ganzheitlichen Zahnarzt.
Dieser stellt fest, dass die Kiefer im Verlauf der vergangenen
Jahrzehnte eine Fehllage eingenommen haben. In Zusammenarbeit mit dem
Physiotherapeuten wurden die Kiefergelenke entlastet und die
Kaufunktion wieder stabilisiert.
Der Gesamtsituation hat sich normalisiert, die Bisslage ist konstant und der Patient hat seine Lebensqualität wiedergewonnen.