Der Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Parodontitis wurde in klinischen Studien nachgewiesen. Zum Weltherztag am 26. September konzentriert sich die Ganzheitliche Zahnmedizin deshalb besonders auf die Parodontitis und Ihre Auswirkungen. Regelmässige Kontrollbesuche bei einem ganzheitlich praktizierenden Zahnarzt schützen deshalb nicht nur Zähne und Kieferknochen. Sie wirken auch vorbeugend gegen Beschwerden von Herz und Kreislauf sowie der Gelenke und mindern das Risiko eines Infarkts oder Schlaganfalls.
Herz- und Kreislauf-Beschwerden gehören in der westlichen Welt zu den häufigsten Erkrankungen, angeführt vom Herzinfarkt. Weniger bekannt ist, dass die Vermeidung oder Behandlung einer Parodontitis wesentlich zur Prävention von Herz-Kreislauf- sowie Gelenk-Erkrankungen beiträgt. Bei Parodontitis handelt es sich nicht um einfachen Zahnfleischrückgang. Vielmehr geht es um eine Entzündung des Zahnapparates (Zahnfleisch und Kieferknochen), die durch bakterielle Beläge ausgelöst wird. Dabei entstehen zwischen Zähnen und Zahnfleisch sogenannte Zahnfleischtaschen. Darin können sich schädliche Materialien einlagern und Bakterien gut vermehren und halten. Diese führen häufig zu verengten Blutgefässen oder Blutgerinnseln. Durch eine gute Mund- und Zahnhygiene unterstützen Sie also Ihre Gesundheit und die Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall und Rheuma.
Parodontitis kann verschiedene Ursachen und viele Auswirkungen haben
Zahnfleischbluten oder ein Zahnfleischrückgang halten viele für harmlos. Steckt aber Parodontitis dahinter, ist das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erhöht. «Entzündungsherde im Mund wirken auf den ganzen Körper und insbesondere auf das Herz, den Kreislauf und die Gelenke. Die Vermeidung und Behandlung von Parodontitis haben in unserem ganzheitlichen Ansatz deshalb sehr hohe Priorität.», erklärt Dr. Manfred Kübler, Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin. Parodontitis-Bakterien schädigen den Kauapparat und sind die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Vier mal häufiger als die gefürchtete Karies. Stress, Fehl- und Mangelernährung, Übersäuerung, Nikotinkonsum, aber auch Stoffwechselstörungen, Diabetes und genetische Veranlagung können dafür verantwortlich sein.
Rheuma-Bekämpfung im Sinne der Ganzheitlichen Zahnmedizin
Der Zusammenhang zwischen entzündlichem Rheuma und Entzündungen des Zahnhalteapparates gilt mittlerweile als erwiesen. Patienten mit einer Parodontitis erkranken gemäss mehreren Studien fast dreimal häufiger an einer rheumatoiden Arthritis als Zahngesunde. Haben Rheuma- und Arthrose-Patienten eine Parodontitis, lohnt sich eine Dentaltherapie also besonders auch aus rheumatologischer Sicht.
Der Mund ist Schutzschleuse und erstes Abwehrzentrum zugleich
Der Mundraum unterliegt wie kein anderes Organ einem rasanten Wechsel – heiss, kalt, süss, sauer in kürzester Zeit – und einer hohen Keimdichte. Diesen potenziell schädlichen Einflüssen setzt der Körper mit dem Speichel zwar einen hervorragenden Selbstschutz entgegen. Doch mit zunehmend schädigenden Faktoren kann dieses Schutzsystem ausgehebelt werden. Eine nachhaltig erfolgreiche Behandlung von Parodontitis vermindert somit nicht nur die Keime in der Mundhöhle. Im Sinne der Ganzheitlichen Zahnmedizin steht auch die Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte an erster Stelle.
Die erfolgreiche Bekämpfung bedingt professionelle Behandlung
Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer meist nicht reparablen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) niederschlägt. Wie die Gingivitis (Zahnfleischentzündung) wird auch sie durch bakterielle Plaque (Zahnbelag) ausgelöst. Plaque ist ein zäh am Zahn haftender Biofilm, der mit herkömmlichem Zähneputzen nur ungenügend abgebaut werden kann. Daher ist die professionelle Zahnreinigung, insbesondere Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt unabdingbar. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Parodontitis mit gutem Erfolg therapieren und die Gefahr der erwähnten Erkrankungen deutlich vermindern.
Tipps gegen Parodontitis